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Im Jahre 2008 erhielt ich die Diagnose "Krebs" im Eierstock. Die Welt schien stillzustehen; es fühlte sich an, als ob alles in einer Sekunde zusammenbricht. Ich war schon auf dem Glaubensweg, aber Jesus hatte ich noch nicht bewusst als meinen Herrn angenommen. So erschüttert, wie ich war, hatte ich aber keine Wut, sondern fragte immer wieder: "Gott, was ist das für ein Weg?"

Nach dieser Diagnose folgte ein schwerer, langer Weg; ein weiterer Krebsherd wurde entdeckt, drei Operationen, drei Mal auf Befundergebnisse warten, dreimal etwas aushalten, was man überhaupt nicht beeinflussen kann. Nach der 2. OP, im Duschraum des Krankenhauses, konnte ich in einem von vielen verzweifelten Gebeten zum ersten Mal sagen: "Jesus, ich liebe dich", mitten in einer so schweren Zeit. Ich war selbst total überrascht.

Nach der 3. OP und dem zermürbenden Warten auf das Laborergebnis, was über eine weitere Behandlung mit oder ohne Chemo entscheiden würde, war ich völlig fertig und verzweifelt. Meine Mutti gab mir nochmal eindringlich den Rat, Jesus alles hinzulegen, Ihm allein die Herrschaft zu überlassen. Ich konnte nur noch stammelnd beten: " Jesus, ich kann nicht mehr, mach du." SOFORT erhielt ich eine Antwort. Es war wie ein "ganz leiser" Gedanke, von weit her, aber er wiederholte sich immer wieder. Die Worte waren: "Hab ich doch schon, ist doch alles gut. Hab ich doch schon, ist doch alles gut." Ich war baff. Eine Wortwahl, als wenn man mit einem kleinen Kind redet. Ich war erstaunt, wankelmütig, aber auch getröstet.

Am nächsten Tag kam der Arzt zu mir und sagte, dass die Lymphe frei von Krebszellen seien, ich bin gesund und brauche keine weitere Behandlung!!! Ich fiel ihm um den Hals und rief: "Danke, Jesus, Halleluja."

Eigentlich habe ich alle Geschehnisse dieser Zeit erst nach ungefähr einem halben Jahr richtig verstanden. Ich brauche wahrscheinlich für alles etwas länger. Aber GOTT weiß das und hat Geduld. Ich bin so froh.

Jeder Tag ist seitdem ein besonderes Geschenk und ich halte diese schwere Zeit in Ehren als meine besondere Berührung und Rettung durch Jesus. Ich habe mich dann bewusst bekehrt, Jesus mein Leben übergeben und mich taufen lassen. Ich weiß, dass dies trotz der schlimmen Stunden das Beste ist, was mir passieren konnte. Ich habe Glauben an Jesus geschenkt bekommen.

 

 

Diese Worte betete ich inständig, unter Tränen, aber aus vollstem Herzen. Was war passiert? Nach fast sechs Monaten wollte ich endlich zu meinem Freund nach Kuba fliegen und ihn besuchen (er macht dort ein freiwilliges Jahr). Alles war gepackt, der Flug monatelang gebucht, ich war pünktlich am Flughafen in Berlin. Doch ich durfte nicht starten wegem fehlendem Transitvisum für Toronto, wo ich umsteigen sollte. Mein erster Flug, allein, gleich beim Check-In gescheitert. Das langherbeigesehnte Treffen schien auf einmal so unfassbar weit.

"Gott, nicht mein Wille, sondern dein Wiille geschehe! Wenn du willst, dass ich nach Kuba zu meinem Freund komme, dann bring du mich dort hin. Und wenn nicht, hilf mir, auch das zu ertragen."

Nach einigem Hin und Her stand fest: Heute kannst du nicht mehr fliegen. Doch Gottes Wille war nicht, dass ich aufgebe, sondern, dass ich ihm vertraue.

So startete ich zwei Tage später mit neu gebuchtem Flug, Umstieg nur in Deutschland. Kurz vor der Landung kam erneut große Unruhe und Ungewissheit in mir auf: Hatte mein Freund mitbekommen, dass ich komme? Ich wusste es nicht, denn er hatte sein Handy verloren und nur sporadisch Internetzugang. Nein, er hatte es nicht mitbekommen. Aber Gott sorgte für mich: Er nahm mir meine Übelkeit und schenkte mir Klarheit, nachdem ich völlig überfordert am Flughafen in Havanna zu ihm schrie. Er sorgte dafür, dass eine SMS aus Deutschland ankam, in der stand, dass mein Freund immer noch nicht auf E-Mails geantwortet hat. (Es kann manchmal einige Stunden dauern, bis SMS übertragen werden.) Das war für mich die Bestätigung, das Zeichen, um das ich Gott gebeten hatte. So nahm ich mein Gepäck und suchte ein Taxi - ohne Spanischkenntnisse ein kleines Abenteuer. Gott schickte mir englischsprechende, hilfsbereite Kubaner. Die Adresse, die ich dem Taxifahrer geben konnte, hatte ich nur, weil ich dachte, sie für eine Zollerklärung zu benötigen (was nicht der Fall war). Dort angekommen, war meine Ansprechperson nicht vor Ort, auch telefonisch nicht erreichbar. Gott schickte mir einen spanischen Freiwilligen, der selbst erst seit vier Tagen in Kuba war, gut Englisch sprach und vermittelte. Wieder nach einigem Hin und Her saß ich in einem Auto mit fünf Kubanern und dem Spanier auf dem Weg zur Wohnung meines Freundes. "Hoffentlich ist er zu Hause, hoffentlich arbeitet er nicht oder ist zu Freunden gegangen. Herr, hilf mir.", ratterte es durch meinen Kopf. Gott erhörte mein Gebet: Ich durfte meinem völlig überraschten Freund in die Arme fallen.

Die ganze Zeit über versorgte Jesus mich mit allem, was ich brauchte: Klarheit, Weisheit, Kraft, die richtigen Leute zur richtigen Zeit und er gab mir seinen Frieden. Es war ein Abenteuer, bei dem ich erleben durfte, wie Gott mich in seiner Liebe trägt und wie viel größer seine Pläne sind als unsere.

 

 

 

 

Vor etwa 3 Jahren hatte ich Probleme mit meinem linken Auge. Es kam zu Blutungen darin und als Folge zu einer Glaskörperablösung. Ich konnte mit dem Auge nur noch verschwommen sehen. Der Zustand verschlechterte sich zunehmend.  So war ich über Monate in augenärztlicher Behandlung. Auch beteten wir zu Hause und in der Gemeinde um Heilung. Aber zunächst änderte sich nichts. So wurde schließlich ein OP-Termin in der Magdeburger Uni-Klinik angesetzt. Ich kam an dem Tag vormittags dort an und wurde zur OP vorbereitet einschl. (Teil-) Narkose. Als ich am Nachmittag operiert werden sollte, traute die Ärztin ihren Augen nicht... Sie holte den Oberarzt und dieser dann den Chefarzt... Der sagte schließlich: "Tja, was sollen wir hier operieren? Da ist nichts! Das Auge ist gesund!" Ich konnte noch am selben Tag wieder Auto fahren... Ich bin Gott dankbar für dieses Wunder und kann deshalb Mut machen, für Heilung zu beten.

Mein Sohn (zu dem Zeitpunkt knapp 10 Jahre) wurde im November auf dem Nachhauseweg von der Schule von einem Auto umgefahren. Seine ganze linke Körperhälfte war lädiert  - Prellungen und Abschürfungen am Knie, Wange und Oberlippe aufgerissen, ein Zahn `raus und zwei abgebrochen... Er wurde mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Unterwegs bekam er einmal Schmerzmittel und einen Tropf. Mehr brauchte er nicht. Unsere Familie und manch anderer hat für ihn gebetet. Nach einem Tag durfte er aus dem Krankenhaus nach Hause. Schon eine Woche später konnte er stundenweise zur Schule gehen und nach zehn Tagen wieder ganz. Mit dem Essen hatte er Probleme bis zur notwendigen Zahn-OP (- Er musste auf der anderen Seite essen.) Diese Operation fand zwei Monate später unter Vollnarkose statt. Noch am selben Abend konnte er Wiener Würstchen essen...! Für mich ist es ein Wunder, dass er bei all dem keine Schmerzen hatte. - Das kann nur Jesus gemacht haben.